Dienstag, 14. April 2009

Kurztest: NAS Buffalo Linkstation Live 500GByte

NAS heißt Network Attached Storage, d.h. auf den externen Speicher kann über das LAN-Netzwerk zugegriffen werden. Eine praktische Sache, wenn man mehr als einen Rechner an seinem Netz hat. Alle Rechner können gleichzeitig auf den Speicher zugreifen.

Auch wenn man nur ein Notebook sein eigen nennt, dann kann es praktisch sein. Man schaut auf dem Balkon mit dem Notebook ein Video, das auf dem NAS gespeichert ist. Die Verbindung klappt über das WLAN.

Test: NAS Buffalo Linkstation Live
Ich habe mir die Buffalo Linkstation Live ausgesucht, weil sie nicht so teuer wie andere NAS, relativ klein und schick ist.

Unter Windows kann der NAS Navigator installiert werden. Dieser richtet einen Link im Windows Explorer zur Linkstation ein und leitet einen zur Webseite der Linkstation weiter.

In Ubuntu kann man dieses Programm nicht einsetzen. Aber man braucht es auch nicht. Die IP des NAS kann leicht über den Router herausgefunden werden, das ist erforderlich, da die IP-Adresse über DHCP zugewiesen wird. Nur wenn kein DHCP-Server gefunden wird, wird die voreingestellte verwendet.

Die Konfiguration erfolgt in der Weboberfläche. Diese ist ansprechend gestaltet. Nutzer, Gruppen und Berechtigungen können verwaltet werden. Es ist auch möglich, eine feste IP-Adresse zu vergeben. Als Protokolle werden FTP, Apple Talk und Samba unterstützt.

Ich musste ein Firmwareupdate einspielen um in Genuss des Web Access Features zu kommen. Damit ist es möglich aus dem Internet auf seine Medien zuzugreifen. Dazu ist keine feste IP-Adresse erforderlich, es wird unter der Seite http://www.buffalonas.com Dienst ähnlich DynDNS angeboten.

Um die Platte zu sichern ist an der Rückseite ein USB-Anschluss angebracht. Mit ihm kann auch die Kapazität vergrößert werden.

Da die Linkstation Live mit einer 7200 Festplatte ausgestattet ist, dröhnt sie je nach Untergrund mehr oder weniger stark. Auf einem Schreibtisch ist sie zu laut. Achtung, die eingebaute Festplatte kann nicht in den Stand by geschickt werden! Auch die Installation eines alternativen Betriebssystems oder Hacks bringt nichts, das verbaute Board kennt kein Standy by oder Ausschalten der Festplatte. So ist das NAS permanent an, verbraucht Strom und ist laut.

Zur Geschwindigkeit gibt es nur eines zu sagen, langsam. Am schnellsten ist sie noch, wenn sie direkt an den Rechner angeschlossen wird. Auf jedenfall langsamer als eine einfache USB-Festplatte.



Fazit: Eigentlich sind NAS-Festplatten eine gute Idee, aber auf Grund des fehlenden Stand by für die Festplatte ist sie nicht empfehlenswert. Mangelhaft sind weiterhin die Geschwindigkeit, aber hier fehlen mir die Vergleichswerte von anderen NAS.

Momentan kommt der Nachfolger Linkstation Mini und Linkstation with Bittorrent auf den Markt. Ein in Windows installierter NAS Navigator ermöglicht ein automatisches Ein- und Ausschalten der Linkstation. Ob ein Stand by möglich ist, konnte ich nicht herausfinden.


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