Seit einiger Zeit benutze ich die in Ubuntu 9.04 Jaunty eingebaute Verschlüsselung eCryptfs für mein persönliches Verzeichnis. Das funktioniert auch sehr zuverlässig und schnell. Bisher habe ich überhaupt keine Probleme gehabt.
Nun möchte ich auch meine Backups auf einer externen Festplatte verschlüsselt speichern. Dazu gibt es mehrere Möglichkeiten, u.A.:
- das plattformübergreifende Truecrypt
- das linuxbasierende Luks
Da ich nicht vorhabe Windows einzusetzen, benutze ich Luks. Außerdem ist Luks hervorragend in den Dateimanager Nautilus integriert.
Schlau gemacht habe ich mich
mit diesem Artikel von Ubuntuusers.de, allerdings sind dann noch einige Fragen bei mir offen geblieben, deshalb hier eine maßgeschneiderte Anleitung. Weitergehende Information sind über den angegebenen Link verfügbar.
Als erstes ist festzustellen, wie die externe Festplatte heißt. Also einstecken und im Terminal eingeben:
sudo fdisk -l
Es werden alle Platten aufgelistet, meine heißt /dev/sdb1.
Achtung!
Bevor man weitermacht, sollte man sich versichern, dass alle Daten auf der externen Platte
und auf dem eigenem System gesichert sind. Alle Daten auf der externen Platte werden gelöscht! Bei Fehlbedienung evtl. auch alle Daten auf dem eigenem System! Wie immer kann für die Richtigkeit keine Gewähr übernommen werden! Bei Unsicherheiten auf keinen Fall die beschriebenen Aktionen durchführen!
Cryptsetup installieren und in den Kernel laden:
sudo apt-get install cryptsetup
modprobe dm-crypt
Nun das verschlüsselte Gerät auf der Platte anlegen. Der Text "Platte" ist entsprechend auszutauschen. Bei mir also gegen /dev/sdb1.
sudo cryptsetup -c aes-xts-plain -s 512 luksFormat Platte
Nach eingegebener Passphrase und erfolgt die Verschlüsselung. Diese Passphrase sollte recht lang sein, Zahlen und Sonderzeichen enthalten. Es ist auch möglich, die Passphrase auf einem USB-Stick zu speichern und sich die Eingabe zu sparen. Anschließend öffnen:
sudo cryptsetup luksOpen Platte luks
Der Text "Platte" muss wieder ausgetauscht werden. Bei mir also gegen /dev/sdb1. Der Name luks kann frei gewählt werden. Ich habe einfach luks stehen gelassen. Die Platte hängt jetzt im Verzeichnis: /dev/mapper/luks, muss aber noch formatiert werden. Ich habe ext4 benutzt.
sudo mkfs.ext4 /dev/mapper/luks
Und aushängen:
sudo umount /dev/mapper/luks
Ausstecken und wieder einstecken. Jetzt sollte Nautilus, der Gnome-Dateimanager nach der Passphrase fragen. Man kann sich entscheiden, ob man sie speichern möchte.
Nun muss man noch einmal zum Terminal zurück und die Benutzerrechte ändern, denn bis jetzt darf nur Root darauf schreiben. Bitte den eigenen Benutzernamen angeben.
Achtung, jetzt muss der neue Einhängepunkt angegeben werden! Diesen kann man sich in Nautilus in den Volumeneigenschaften des Datenträgers anzeigen lassen. Dazu muss mit dem Button "Computer" in die Computeranzeige gewechselt werden.
sudo chown steffen:steffen /media/disk
Fertig!
Achtung die Platte immer korrekt aushängen!
Links
http://wiki.ubuntuusers.de/LUKS
http://wiki.ubuntuusers.de/Sicherheit
Wie immer kann für die Richtigkeit keine Gewähr übernommen werden! Bei Unsicherheiten auf keinen Fall oben beschriebene Aktionen durchführen!
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