Die Zukunft des Gnome-Desktops gehört wahrscheinlich der Gnome Shell und Zeitgeist. Beide Projekte sollen die Arbeit mit dem Desktop revolutionieren.
Dabei soll Gnome Shell die Panels und das Anwendungsmenü ersetzen, Zeitgeist soll den Dateimanager ersetzen.
Bei Chip.de findet sich ein interessantes Video, was beide Projekte zeigt:
Beides sind sehr interessante Ansätze wobei die Gnome Shell eher Verbesserungen für den Poweruser und der Arbeit mit mehreren Fenstern und Desktops bringt. Spürbare Erleichterungen für den Gelegenheitsnutzer bringt sicher Zeitgeist, Dateien und Aktionen werden in einem Journal festgehalten.
Weitere Videos und eine Anleitung zum Ausprobieren der Gnome Shell finden sich hier.
Zeitgeist konnte ich leider nicht ausprobieren, obwohl es ein Repository für Ubuntu gibt.
Beide Projekte sollen bereits im Oktober erscheinenden Ubuntu Karmic Koala 9.10 parallel zum nomralen Desktop enthalten sein.
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Montag, 27. Juli 2009
Apples Exposé Effekt (Fensterumschalter) in Ubuntu Jaunty aktivieren
Um zwischen Fenstern zu wechseln kann man den Ringumschalter (Super + TAB) oder den normalen Fensterumschalter (ALT+TAB) benutzen.
Es gibt aber wie ich finde noch eine bessere Alternative. Den vom MAC bekannten Exposé Effekt. Dabei werden die geöffneten Fenster übersichtlich auf dem Desktop angeordnet.
Dieser Effekt ist in Ubuntu Jaunty (und Vorgängern) standartmäßig aktiviert, wenn man das Erscheinungsbild auf normal oder erweitert eingestellt hat. Diese Einstellung befindet sich im Menü System->Einstellungen->Erscheinungsbild.
Der Effekt wird initiiert, indem man STRG+ALT+CURSOR UP drückt. Man kann die Initierung auch wie bei KDE4 auf eine Bildschirmecke legen. D.h. ich kann mit einer Mausbewegung in die obere linke Ecke und einem Mausklick diesen Effekt initiieren.
Dazu muss der CompizConfig Einstellungs-Manager installiert sein. Dazu beispielsweise im Terminal folgendes eingeben:
sudo apt-get install compizconfig-settings-manager
oder mit Synaptics installieren.
Anschließend den Manager öffnen (System->Einstellungen->CompizConfig Einstellungs-Manager.
Aus dem Bereich Fensterverwaltung Skalieren wählen. Im Tab Bindings neben dem Punkt mit dem Maussymbol und Fensterauswahl initiieren auf nichts klicken.
Dann die gewünschte Ecke auswählen.
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Es gibt aber wie ich finde noch eine bessere Alternative. Den vom MAC bekannten Exposé Effekt. Dabei werden die geöffneten Fenster übersichtlich auf dem Desktop angeordnet.
Der Effekt wird initiiert, indem man STRG+ALT+CURSOR UP drückt. Man kann die Initierung auch wie bei KDE4 auf eine Bildschirmecke legen. D.h. ich kann mit einer Mausbewegung in die obere linke Ecke und einem Mausklick diesen Effekt initiieren.
Dazu muss der CompizConfig Einstellungs-Manager installiert sein. Dazu beispielsweise im Terminal folgendes eingeben:
sudo apt-get install compizconfig-settings-manager
oder mit Synaptics installieren.
Anschließend den Manager öffnen (System->Einstellungen->CompizConfig Einstellungs-Manager.
Aus dem Bereich Fensterverwaltung Skalieren wählen. Im Tab Bindings neben dem Punkt mit dem Maussymbol und Fensterauswahl initiieren auf nichts klicken.
Dann die gewünschte Ecke auswählen.
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Sonntag, 26. Juli 2009
Schönere Schrift in KDE4 - Glättung bei LCDs
In KDE4 wird leider nicht automatisch die Glättung der Schriften auf LCDs aktiviert. Das führt zu unschönen Schriften.
Zur manuellen Aktivierung der Glättung die Systemeinstellungen öffnen und anschließend den Punkt Erscheinungsbild wählen. Dann Schriftarten auswählen und Kantenglättung aktivieren. In den Einstellungen zur Kantenglättung geeignete Werte ausprobieren.
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Zur manuellen Aktivierung der Glättung die Systemeinstellungen öffnen und anschließend den Punkt Erscheinungsbild wählen. Dann Schriftarten auswählen und Kantenglättung aktivieren. In den Einstellungen zur Kantenglättung geeignete Werte ausprobieren.
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Ubuntu
KDE4.3 RC3 installieren
Viele Benutzer des KDE4-Desktop werden die aktuellste Version (momentan KDE4.3 RC3) verwenden wollen. Dazu können in Kubuntu Jaunty zusätzliche Quellen freigeschaltet werden.
Am einfachsten geschieht das in einem Terminal.
Dazu das Terminal öffnen (System->Terminal). Anschließend folgendes eingeben:
sudo nano /etc/apt/sources.list
und im erscheinenden Editor am Ende der Datei folgende Zeile einfügen:
deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-ppa/backports/ubuntu jaunty main
Anschließend zwei mal die Escape Taste und X drücken und bestätigen.
Nun im Terminal die Packetliste aktualisieren:
sudo apt-get update
Und ein Distributions-Upgrade durchführen.
sudo apt-get dist-upgrade
Nach einem Neustart steht KDE4.3 zur Verfügung. Leider sind einige Programme nur in Englisch verfügbar.
Achtung! Bitte alle Daten auf externen Datenträgern sichern. Für Schäden kann leider keine Haftung übernommen werden.
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Am einfachsten geschieht das in einem Terminal.
Dazu das Terminal öffnen (System->Terminal). Anschließend folgendes eingeben:
sudo nano /etc/apt/sources.list
und im erscheinenden Editor am Ende der Datei folgende Zeile einfügen:
deb http://ppa.launchpad.net/kubuntu-ppa/backports/ubuntu jaunty main
Anschließend zwei mal die Escape Taste und X drücken und bestätigen.
Nun im Terminal die Packetliste aktualisieren:
sudo apt-get update
Und ein Distributions-Upgrade durchführen.
sudo apt-get dist-upgrade
Nach einem Neustart steht KDE4.3 zur Verfügung. Leider sind einige Programme nur in Englisch verfügbar.
Achtung! Bitte alle Daten auf externen Datenträgern sichern. Für Schäden kann leider keine Haftung übernommen werden.
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KDE4.3 - automatische WLAN-Verbindung
Nach dem Systemstart verbindet KDE4.3 leider nicht automatisch mit einem WLAN. Das kann leicht geändert werden.
Dazu im Panel auf Network Management (Steckersymbol) mit der rechten Maustaste drücken und Manage Connections auswählen. Im anschließend erscheinenden Fenster Wireless auswählen und auf die entsprechende Verbindung doppelklicken.
Jetzt den Hacken bei Connect automatically setzten.
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Dazu im Panel auf Network Management (Steckersymbol) mit der rechten Maustaste drücken und Manage Connections auswählen. Im anschließend erscheinenden Fenster Wireless auswählen und auf die entsprechende Verbindung doppelklicken.
Jetzt den Hacken bei Connect automatically setzten.
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KeepassX 4.0 und KDE4.3
Ich verwende die tolle und plattformübergreifende Passwortverwaltung Keepass schon seit langem. Sie ist in den Packetquellen von Ubuntu enthalten und lässt sich einfach mit Synaptics oder im Terminal mit
sudo apt-get install keepassx
installieren.

In KDE4.3 ist mir allerdings aufgefallen, dass in die Zwischenablage kopierte Passwörter, nicht gelöscht werden. Eine Einstellung von Klipper, der KDE4 Zwischenablage verhindert dies!
Diese Einstellung kann man sehr schnell ändern, dazu im Panel mit der rechten Maustaste auf das Zwischenablagesymbol und "Klipper einrichten" wählen. Anschliessend das Kreuz bem Punkt "Prevent empty clipboard" herausnehmen.
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sudo apt-get install keepassx
installieren.

In KDE4.3 ist mir allerdings aufgefallen, dass in die Zwischenablage kopierte Passwörter, nicht gelöscht werden. Eine Einstellung von Klipper, der KDE4 Zwischenablage verhindert dies!
Diese Einstellung kann man sehr schnell ändern, dazu im Panel mit der rechten Maustaste auf das Zwischenablagesymbol und "Klipper einrichten" wählen. Anschliessend das Kreuz bem Punkt "Prevent empty clipboard" herausnehmen.
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Samstag, 25. Juli 2009
KDE4.3 Test - Selbstversuch eines Gnome Nutzers
Nach etwas mehr als 2 Jahren Erfahrung mit dem Gnome-Desktop von Ubuntu habe ich mich entschlossen, mal wieder KDE4 auszuprobieren. Meine Gründe dafür sind nicht die Unzufriedenheit mit Gnome sondern, dass KDE4 sich in heftiger Weiterentwicklung befindet und somit ständig in den News ist.
Prinzipiell kann man KDE4 neben Gnome in der selben Installation installieren und beim Anmelden den Desktoptyp wählen. Leider waren meine vorherigen Erfahrungen mit KDE4 nicht so rosig, so dass ich eine separate Installation wählte.
Die Installation gestaltete sich Ubuntu-typisch einfach. Nach einer halben Stunde war das System installiert.
Das Erscheinungsbild ist eher an Windows orientiert. Es gibt ein unteres Panel, einen Startbutton an gewohnter Stelle. Die vorherrschende Farbe ist Blau. Die meisten Button und Symbole sind blau. Das wirkt oft störend, da beispielsweise die Symbole des Dolphin Dateimanagers und des Desktops sehr groß sind. Weiterhin fällt auf, das in Dolphin leider keine Shortcuts für die Ordner Dokumente, Musik, usw. angelegt sind.
Nicht nur die Farbe Blau, sondern auch das Panel am unteren Bildschirmrand mit dem K(Start)-Button erinnert mich start an das blaue Monster aus Redmont.
Als nächstes habe ich die Installation auf den aktuellen Stand gebracht. Dazu musste ich eine WLAN-Verbindung einrichten. Im Panel befindet sich auch ein Widget dazu, so dass es kein Problem ist.
Nach einem Neustart fällt auf, dass die letzte WLAN-Verbindung nicht automatisch wiederhergestellt wird. In den Einstellungen der Verbindung kann dies aber eingestellt werden.
Gleich darauf folgt das nächste Problem. Das Passwort für die WLAN-Verbindung kann man sinnvollerweise speichern. KDE verwendet dazu KWallet. Allerdings scheint das Ganze von der Bedienung nicht richtig durchdacht zu sein:
Erstens wird man gefragt, ob man dem Programm, das gerade die Daten in das Wallet gespeichert hat, Zugriff darauf gewähren will. Das ist natürlich ein überflüssig.
Dann wird das Wallet nicht wie unter Gnome automatisch beim Systemstart aufgesperrt. Man muss also zwei Mal ein Passwort eingeben. Wenigstens hätte man dem Nutzer die Wahl lassen sollen. Aber ein automatisches Aufsperren ist nicht möglich.
Das von mir aus den PPA-Quellen (http://ppa.launchpad.net/kubuntu-ppa/backports/ubuntu) installierte KDE4.3 mach einen guten Eindruck. Mangels Kenntnis der Version 4.2 kann ich hier nicht auf die Unterschiede eingehen. Das neu eingeführte Thema Luft, gefällt mir nicht so gut. Teilweise sind Widgets nicht gut zu erkennen.
Ich habe den Desktop auf Oxygen zurückgestellt. Obwohl dann die Desktop-Widgets dann sehr massiv aussehen.
Beim Arbeiten kommt es nur noch selten zu einer Fehlermeldung, das war bei mir in den vorherigen Versionen noch ganz anders. Allerdings muss ich sagen, das die Performance zu wünschen übrig lässt. Menüs öffnen sich mit Verzögerung und die Effekte weisen meist ein Ruckeln auf.
Im unteren Panel werden Vorschaubilder der offenen Programme angezeigt. Leider verschiebt sich das Vorschaufenster nur, anstatt neu aufzuklappen. Das ist nicht der Effekt den man erwartet und nicht intuitiv.
Sehr gut hat mir gefallen, dass bei einer schnellen Bewegung der Maus in die obere linke Ecke alle Fenster so angeordnet werden, dass man das gewünschte schnell auswählen kann. Das kann man in Gnome ebenfalls einrichten.
Ein anderer unverständlicher Punkt ist, dass GKT+ Programme sehr schlecht aussehen. Für sie scheint anders als unter Gnome kein richtiges Theming eingestellt zu sein.
Um das zu Ändern kann das Packet gtk-qt-engine installiert werden. Anschließend existiert in den Systemeinstellungen eine neue Einstellmöglichkeit. Allerdings zeigte es bei mir keine Auswirkungen.
Der Start-Button gefällt mir nun gar nicht. Erstens ist er langsam, zweitens finde ich das Hin- und Hernavigieren umständlich. Untermenüs klappen nicht einfach auf, sonders ersetzen aus aufrufende Menü. Zwischen den Hauptgruppen kann man über den unteren Rand wechseln. Alles umständlich und inkonsistent. Das Gnome-Menü erlaubt einen schnelleren und direkteren Zugriff auf Programme. Ein anderer nerviger Punkt ist, dass neu installierte Programme erst nach einem Neustart im Startmenü erscheinen.
Gleiches gilt für die Systemeinstellungen. Diese sind ähnlich zu Windows in einem Fenster zusammengefasst. Ich komme besser mit den beiden Untermenüs in Gnome zurecht. Allerdings sehen die dann nicht nach Windows aus. Aber das muss ja kein Nachteil sein.
Jedenfalls auf meinem System ist nervend, das die Glättung der Bildschirmschriften nicht automatisch aktiviert war. Dadurch sehen alle Schriften auf einem LCD grauenvoll aus. In Ubuntu Jaunty ist die Glättung von Haus aus aktiviert.
Für diesen Test wollte ich ein paar Bildschirmfotos erstellen. Das erwies sich als schwieriger als gedacht. Die Druck-Taste ist bei meinem KDE4.3 RC3 nicht mit dem Snapshottool verbunden. Dieses kann man zwar einfach aus dem Anwendungsmenü aufrufen und auch einen Timer kann man einstellen, aber es ist wieder mal nicht die einfachste und intuitivste Möglichkeit.
Kopete ist das Chatprogramm von KDE. Leider war kein Videochat mit GTalk möglich, auch nach ändern der Parameter. Eine Verbindung zu Yahoo klappte ebenfalls nicht. Unverständlich ist, warum der Benutzername nachträglich nicht geändert werden kann. Es muss ein neuer Zugang angelegt werden.
EMail, Kalender, Kontakte und weitere Programme sind im Persönlichen Informationsmanager zusammengefasst.
Das ist Geschmackssache, ich bevorzuge getrennte Programme. Außerdem ist mir der Vorteil nicht bewußt. Wenn ich bei Yahoo, Google, usw. ein Konto in Mail einrichte, würde ich von einem Informationsmanager erwarten, dass dann auch Kalender, Kontakte und Chat eingerichtet sind. Das ist aber nicht der Fall. Kopete ist nicht integriert.
KMail konnte bei mir nichts mit einer HTML-Mail anfangen, das Kalender-Programm nichts mit meinem Googlekalender. Ich benutze deswegen weiterhin Thunderbird mit dem Lightning Plugin.
Fazit:
KDE4 hinterlässt schon einen guten Eindruck. Der Desktop scheint nun so stabil zu sein, um auf den Anwender losgelassen zu werden. Allerdings sind viele Programme umständlich zu bedienen und unübersichtlich, wie beispielsweise der Dolphin-Dateimanager. Bei anderen fehlen noch einige Funktionen. Dort fehlt bestimmt noch ein Jahr an Verbesserung.
Für den interessierten Nutzer bedeutet das eine tolle Spielweise, bei dem einem nicht lanweilig wird.
Für einen (noch) Windows-Nutzer bietet es sich sowieso als Alternative an, die Bedienung ist keinesfalls schlechter als das von Windows Vista/7.
Gnome bleibt trotzdem die einfachere und funktionierende Alternative und ist für die Mehrheit der Nutzer zu empfehlen.
Grundsätzlich kann man nur begrüssen, dass beide Desktops in Zukunft noch enger zusammenarbeiten wollen. Doppelentwicklungen kann man sich in Linux nicht leisten. Die Entwickler sollten sich auf ein Programm konzentrieren, das in beide Desktops integriert ist. Gnome-Programme können aber auch heute schon in KDE benutzt werden, andersherum natürlich genauso.
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Prinzipiell kann man KDE4 neben Gnome in der selben Installation installieren und beim Anmelden den Desktoptyp wählen. Leider waren meine vorherigen Erfahrungen mit KDE4 nicht so rosig, so dass ich eine separate Installation wählte.
Die Installation gestaltete sich Ubuntu-typisch einfach. Nach einer halben Stunde war das System installiert.
Das Erscheinungsbild ist eher an Windows orientiert. Es gibt ein unteres Panel, einen Startbutton an gewohnter Stelle. Die vorherrschende Farbe ist Blau. Die meisten Button und Symbole sind blau. Das wirkt oft störend, da beispielsweise die Symbole des Dolphin Dateimanagers und des Desktops sehr groß sind. Weiterhin fällt auf, das in Dolphin leider keine Shortcuts für die Ordner Dokumente, Musik, usw. angelegt sind.
Nicht nur die Farbe Blau, sondern auch das Panel am unteren Bildschirmrand mit dem K(Start)-Button erinnert mich start an das blaue Monster aus Redmont.
Als nächstes habe ich die Installation auf den aktuellen Stand gebracht. Dazu musste ich eine WLAN-Verbindung einrichten. Im Panel befindet sich auch ein Widget dazu, so dass es kein Problem ist.
Nach einem Neustart fällt auf, dass die letzte WLAN-Verbindung nicht automatisch wiederhergestellt wird. In den Einstellungen der Verbindung kann dies aber eingestellt werden.
Gleich darauf folgt das nächste Problem. Das Passwort für die WLAN-Verbindung kann man sinnvollerweise speichern. KDE verwendet dazu KWallet. Allerdings scheint das Ganze von der Bedienung nicht richtig durchdacht zu sein:
Erstens wird man gefragt, ob man dem Programm, das gerade die Daten in das Wallet gespeichert hat, Zugriff darauf gewähren will. Das ist natürlich ein überflüssig.
Dann wird das Wallet nicht wie unter Gnome automatisch beim Systemstart aufgesperrt. Man muss also zwei Mal ein Passwort eingeben. Wenigstens hätte man dem Nutzer die Wahl lassen sollen. Aber ein automatisches Aufsperren ist nicht möglich.
Das von mir aus den PPA-Quellen (http://ppa.launchpad.net/kubuntu-ppa/backports/ubuntu) installierte KDE4.3 mach einen guten Eindruck. Mangels Kenntnis der Version 4.2 kann ich hier nicht auf die Unterschiede eingehen. Das neu eingeführte Thema Luft, gefällt mir nicht so gut. Teilweise sind Widgets nicht gut zu erkennen.
Ich habe den Desktop auf Oxygen zurückgestellt. Obwohl dann die Desktop-Widgets dann sehr massiv aussehen.
Beim Arbeiten kommt es nur noch selten zu einer Fehlermeldung, das war bei mir in den vorherigen Versionen noch ganz anders. Allerdings muss ich sagen, das die Performance zu wünschen übrig lässt. Menüs öffnen sich mit Verzögerung und die Effekte weisen meist ein Ruckeln auf.
Im unteren Panel werden Vorschaubilder der offenen Programme angezeigt. Leider verschiebt sich das Vorschaufenster nur, anstatt neu aufzuklappen. Das ist nicht der Effekt den man erwartet und nicht intuitiv.
Sehr gut hat mir gefallen, dass bei einer schnellen Bewegung der Maus in die obere linke Ecke alle Fenster so angeordnet werden, dass man das gewünschte schnell auswählen kann. Das kann man in Gnome ebenfalls einrichten.
Ein anderer unverständlicher Punkt ist, dass GKT+ Programme sehr schlecht aussehen. Für sie scheint anders als unter Gnome kein richtiges Theming eingestellt zu sein.
Um das zu Ändern kann das Packet gtk-qt-engine installiert werden. Anschließend existiert in den Systemeinstellungen eine neue Einstellmöglichkeit. Allerdings zeigte es bei mir keine Auswirkungen.
Der Start-Button gefällt mir nun gar nicht. Erstens ist er langsam, zweitens finde ich das Hin- und Hernavigieren umständlich. Untermenüs klappen nicht einfach auf, sonders ersetzen aus aufrufende Menü. Zwischen den Hauptgruppen kann man über den unteren Rand wechseln. Alles umständlich und inkonsistent. Das Gnome-Menü erlaubt einen schnelleren und direkteren Zugriff auf Programme. Ein anderer nerviger Punkt ist, dass neu installierte Programme erst nach einem Neustart im Startmenü erscheinen.
Gleiches gilt für die Systemeinstellungen. Diese sind ähnlich zu Windows in einem Fenster zusammengefasst. Ich komme besser mit den beiden Untermenüs in Gnome zurecht. Allerdings sehen die dann nicht nach Windows aus. Aber das muss ja kein Nachteil sein.
Jedenfalls auf meinem System ist nervend, das die Glättung der Bildschirmschriften nicht automatisch aktiviert war. Dadurch sehen alle Schriften auf einem LCD grauenvoll aus. In Ubuntu Jaunty ist die Glättung von Haus aus aktiviert.
Für diesen Test wollte ich ein paar Bildschirmfotos erstellen. Das erwies sich als schwieriger als gedacht. Die Druck-Taste ist bei meinem KDE4.3 RC3 nicht mit dem Snapshottool verbunden. Dieses kann man zwar einfach aus dem Anwendungsmenü aufrufen und auch einen Timer kann man einstellen, aber es ist wieder mal nicht die einfachste und intuitivste Möglichkeit.
Kopete ist das Chatprogramm von KDE. Leider war kein Videochat mit GTalk möglich, auch nach ändern der Parameter. Eine Verbindung zu Yahoo klappte ebenfalls nicht. Unverständlich ist, warum der Benutzername nachträglich nicht geändert werden kann. Es muss ein neuer Zugang angelegt werden.
EMail, Kalender, Kontakte und weitere Programme sind im Persönlichen Informationsmanager zusammengefasst.
Das ist Geschmackssache, ich bevorzuge getrennte Programme. Außerdem ist mir der Vorteil nicht bewußt. Wenn ich bei Yahoo, Google, usw. ein Konto in Mail einrichte, würde ich von einem Informationsmanager erwarten, dass dann auch Kalender, Kontakte und Chat eingerichtet sind. Das ist aber nicht der Fall. Kopete ist nicht integriert.
KMail konnte bei mir nichts mit einer HTML-Mail anfangen, das Kalender-Programm nichts mit meinem Googlekalender. Ich benutze deswegen weiterhin Thunderbird mit dem Lightning Plugin.
Fazit:
KDE4 hinterlässt schon einen guten Eindruck. Der Desktop scheint nun so stabil zu sein, um auf den Anwender losgelassen zu werden. Allerdings sind viele Programme umständlich zu bedienen und unübersichtlich, wie beispielsweise der Dolphin-Dateimanager. Bei anderen fehlen noch einige Funktionen. Dort fehlt bestimmt noch ein Jahr an Verbesserung.
Für den interessierten Nutzer bedeutet das eine tolle Spielweise, bei dem einem nicht lanweilig wird.
Für einen (noch) Windows-Nutzer bietet es sich sowieso als Alternative an, die Bedienung ist keinesfalls schlechter als das von Windows Vista/7.
Gnome bleibt trotzdem die einfachere und funktionierende Alternative und ist für die Mehrheit der Nutzer zu empfehlen.
Grundsätzlich kann man nur begrüssen, dass beide Desktops in Zukunft noch enger zusammenarbeiten wollen. Doppelentwicklungen kann man sich in Linux nicht leisten. Die Entwickler sollten sich auf ein Programm konzentrieren, das in beide Desktops integriert ist. Gnome-Programme können aber auch heute schon in KDE benutzt werden, andersherum natürlich genauso.
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