Samstag, 27. Juni 2009

Rdiff-backup - Backups für Ubuntu und Linux

Rdiff-backup ist ein in Python geschriebenes Kommandozeilentool für Backups. Mich überzeugen dabei die relative lange Releasehistorie, die mich auf ausgereifte Software hoffen lässt. Auch die anderen Features sind toll:
  • Differenzielles Backup bis auf Dateiebene
  • Fortsetzten von abgebrochenen Backups
  • Volle Kontrolle durch die Kommandozeile
  • Für nicht Kommandozeilenverliebte gibt es auch ein entsprechende Gui
Im Folgenden möchte ich kurz die Bedienung erläutern.

Ich habe auf meinem System folgenden Befehl im Terminal verwendet:

rdiff-backup --exclude-filelist rdiff-backup-exclude-list /home/steffen /media/elements/rdiff-backup/snapshot-2009-06-26

Hinter dem Programmaufruf kommt die Dateiliste, von Dateien und Verzeichnissen, die nicht gesichert werden sollen. Ich habe mit einem Texteditor die Datei "rdiff-backup-exclude-list" erstellt, die untereinander diese Dateien bzw. Verzeichnisse enthält.

Anschließend folgt das Quell- und dann das Zielverzeichnis.

Ein wiederholter Aufruf des obigen Befehls startet ein inkrementelles Backup. Dabei wird die aktuelle Version einer Datei in dem Zielverzeichnis gespeichert. Unterschiede zu älteren Versionen werden in den inkrementell Verzeichnissen gespeichert.

Möchte man beispielsweise jeden Monat ein Komplettbackup erstellen, muss ein neues Zielverzeichnis anlegen.

Der folgende Befehlt zeigt die verfügbaren Snapshots an:

rdiff-backup -l /media/elements/rdiff-backup/snapshot-2009-06-26

Um eine Datei aus dem letzten Stand wiederherzustellen genügt es folgendes einzugeben:

rdiff-backup -r 3D /Backupverzeichnis /Restoreverzeichnis

Das stellte die Verzeichnisse und Dateien aus dem Backupverzeichnis her, und zwar mit dem Stand von vor 3 Tagen oder älter.

Man kann auch das Wiederherstellen aus einer speziellen Sicherung durchführen. Dazu muss ein mit dem obigen Befehl aufgelisteter Snapshot (Inkrement) in der folgenden Form angegeben werden.

rdiff-backup Backupverzeichnis/Snapshotverzeichnis Restoreverzeichnis

Einzelne Dateien oder Verzeichnisse können ebenfalls wiederhergestellt werden.

Mit der Option remove-older-than können alte Snapshots gelöscht werden. Weitere Auskunft gibt die sehr umfangreiche Hilfeseite (verlassen mit "q") erreichbar mit:

man rdiff-backup

Das log befindet sich im Backupverzeichnis im Verzeichnis rdiff-backup-date/backup.log. Der Log-Level kann übrigens eingestellt werden.

Links
Die Webpage des Projekts
Es gibt hier ein (technisches) Video-Tutorium
Das Wiki
Eine Gui für Linux ist Pybackpack (Ubuntuusers Wiki)

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Freitag, 26. Juni 2009

Ein neues Backup-Programm - rdiff-backup

Nachdem ich feststellen musste, dass NSSBackup die Backupsätze der letzten 3 Monate gelöscht hat, ist es Zeit sich nach einer bugfreien Backuplösung umzusehen.

Was ich immer noch suche:

  • Backups sollen täglich gemacht werden und zwar inkrementiell
  • Ab und zu soll eine komplette Sicherung gemacht werden
  • Wenn möglich soll die Sicherung verschlüsselt werden
Gefunden habe ich folgende Programme:

  • NSSBackup - Bugs
  • Deja-Dup - keine regelmäßigen Komplettbackups
  • Back in Time - ändert sich eine Datei wird sie immer komplett gesichert, nicht nur die Änderung
  • rsync - man kann nicht auf einen bestimmten Zeipunkt zurückspringen
  • duplicity - verschlüsselte Remotebackups
  • rdiff-backup - unverschlüsselte Backups
Die 3 letzten Tools sind Shell-Programme. Da ich nun Gui-Programmen nicht mehr traue, schaue ich mir rdiff-backup an. Für die Sicherung auf Servern würde ich duplicity nehmen.

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Montag, 22. Juni 2009

Pidgin 2.5.7 für Ubuntu Jaunty installieren - Yahoo Chat Fix für Empathy und Pidgin

Wie einige Nutzer evtl. schon bemerkt haben könnten, der Yahoo Chat funktioniert nicht mehr mit Pidgin 2.5.5 und auch nicht mehr mit Empathy.

Das liegt daran, dass Yahoo seit kurzem eine neue Version des Protokolls verwendet.

Pidgin Yahoo Fix installieren
Aber das Team von Pidgin war sehr schnell und hat mit der Version 2.5.7 einen Fix veröffentlicht. Da Empathy gleichfalls die Libpurple Bibliotheken benutzt, wirkt sich der Fix auch auch Empathy aus.

Wie üblich befindet sich auf der Seite von Pidgin nur der Source Code, aber es hat sich ein Team auf Launchpad gefunden, so dass man nur eine neue Quelle einbinden muss.

Zuerst muss der Schlüssel des Repositories hinzugefügt werden. Die notwendigen Informationen finden sich auf der Seite im Launchpad.

Achtung! Fremdquellen können das System gefährden und Sicherheitsrisiken darstellen!

Man öffnet ein Terminal und tippt dann folgendes ein:

sudo apt-key adv --recv-keys --keyserver keyserver.ubuntu.com 0x67265eb522bdd6b1c69e66ed7fb8bee0a1f196a8

Der letzte Teil ist der Fingerprint des Schlüssels und muss evtl. angepasst werden.

Nun kann das neue Repository hinzugefügt werden:

Dazu im Menü System->Systemverwaltung->Software-Quellen öffnen. Dann auf den Tab "Software von Drittanbietern" klicken und den Button "Hinzufügen" wählen. In dem Dialog folgende Quelle einfügen:

deb http://ppa.launchpad.net/pidgin-developers/ppa/ubuntu jaunty main

Dabei ist am Ende die eigene Distribution einzusetzen, also ggf. intrepid. Den Dialog schließen und dabei die Quellen neu laden.

Nun sollte die Aktualisierungsverwaltung im Menü "System->Systemverwaltung" die neue Version bereit stehen. Evtl. muss man noch einmal auf Aktualisierungen prüfen.

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Freitag, 19. Juni 2009

Open Office 3.1 nun komplett in Jaunty

Open Office liegt in den offiziellen Quellen von Ubuntu 9.04 Jaunty nur in der Version 3.0 vor. Vor einiger Zeit habe ich in diesem Artikel gezeigt, wie man mittels der PPA-Quellen auf Version 3.1 aktualisiert:

Open Office 3.1 in Ubuntu Jaunty installieren

Allerdings war zum Zeitpunkt der Erstellung die deutsche Sprachdatei noch nicht enthalten und Base funktionierte auch noch nicht. Diese Fehler wurden nun korrigiert. Bei einer bestehenden Installation kann die deutsche Sprachdatei mit Synaptic nachinstalliert werden. Oder in einem Terminal mit:

sudo apt-get install openoffice.org-l10n-de openoffice.org-help-de
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